Bedürfnisorientierung bedeutet nicht, dass immer alle Wünsche erfüllt werden müssen. Es bedeutet vielmehr, die Bedürfnisse hinter einem Verhalten wahrzunehmen und gleichzeitig auch die eigenen Grenzen mit einzubeziehen.
Eltern dürfen müde sein, überfordert sein und Pausen brauchen. Gerade wenn wir unsere eigenen Grenzen kennen, können wir Kindern Sicherheit geben. Denn Orientierung entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch stimmige, verlässliche Beziehungen.
Ein liebevoll gesetztes Nein kann deshalb genauso bedürfnisorientiert sein wie Trost, Nähe oder Geduld. Entscheidend ist, wie wir dabei in Beziehung bleiben.